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Coactive hilft Unternehmen, die Macht der visuellen Daten mit KI zu erschließen

Es ist leicht zu vergessen, wie viele der von Unternehmen generierten Daten - seien es Bilder, Videos oder Audioaufnahmen - nie richtig gesehen oder verstanden werden. Die meisten Unternehmen sind zwar in der Lage, die in Tabellenkalkulationen und Datenbanken gespeicherten Informationen zu interpretieren, aber was ist mit dem unübersichtlichen, unstrukturierten Bildmaterial? Das meiste davon bleibt einfach ungesehen und verbirgt wertvolle Erkenntnisse.

Coactive will das ändern. Die von den MIT-Absolventen Cody Coleman und William Gaviria Rojas gegründete Technologie von Coactive basiert auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Idee: Unternehmen die Möglichkeit zu geben, in ihren ständig wachsenden Bestand an Bildern, Videos und Audiodateien zu "sehen".

Anstatt sich auf klobige Tabellen oder endlose Reihen von manuell zugewiesenen Tags zu verlassen, nutzt Coactive künstliche Intelligenz, um visuelle Inhalte schnell zu analysieren und zu organisieren. Der Effekt? Medien- und Einzelhandelsunternehmen haben damit begonnen, die Plattform von Coactive zu nutzen, um den Nutzern die richtigen Videos oder Bilder zu zeigen, alles Unangemessene herauszufiltern und sogar herauszufinden, wie ihre Inhalte die Menschen tatsächlich beeinflussen - ohne dass sich die Mitarbeiter durch mühsames manuelles Tagging quälen müssen.

Was Coactive interessant macht, ist seine Philosophie der Teamarbeit zwischen Mensch und Maschine. "Coactive" ist eine Anspielung auf die Vision, dass KI nicht dazu da ist, Menschen zu ersetzen, sondern mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sie bietet neue Fähigkeiten, Informationen zu interpretieren und darauf zu reagieren, die sonst verloren gehen würden.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen weit zurück: Coleman und Gaviria Rojas liefen sich erstmals als MIT-Studenten über den Weg. Später trafen sie sich im Silicon Valley wieder und kombinierten ihre Erfahrungen in den Bereichen KI und Datenwissenschaft, um die wachsende Herausforderung der visuellen Daten anzugehen.

Das Ergebnis ist eine flexible Plattform, die sich mit neuen KI-Modellen weiterentwickelt. Die Nutzer können ihre riesigen Bibliotheken mit Bildern, Videos und sogar Audiodateien durchsuchen, indem sie in natürlicher Sprache oder anhand von Beispielen beschreiben, was sie suchen. Die Plattform generiert automatisch detaillierte Tags und ermöglicht es Unternehmen, ausgefeilte Analysen durchzuführen, damit sie endlich verstehen, was sich tatsächlich in ihren Inhalten verbirgt.

Einige große Namen vertrauen bereits auf diese Technologie. Reuters mit seinem riesigen Fotoarchiv nutzt Coactive jetzt, um relevante Bilder sofort abzurufen - und damit die Arbeitsweise von Journalisten zu verändern. Die Unterhaltungswebsite Fandom nutzt die schnelle Moderation von Coactive, um von Nutzern hochgeladene Bilder, die gegen die Community-Regeln verstoßen, innerhalb von Millisekunden zu erkennen und zu verwalten.

Aber die Ambitionen von Coactive gehen noch einen Schritt weiter. Die Gründer sehen eine Zukunft, in der nicht mehr die Menschen lernen, mit Computern umzugehen, sondern die Maschinen lernen, uns zu verstehen - unsere Worte und unsere Bilder, so wie wir natürlich kommunizieren. Wie Coleman es ausdrückt: "Das ändert alles".

In einer Welt, in der visuelle Inhalte zur dominierenden Sprache des Internets werden, sind Plattformen wie Coactive nicht nur eine nette Beigabe, sondern werden schnell zu einem Muss für jedes Unternehmen, das mithalten will.

Originalartikel auf MIT News

Max Krawiec

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Herausgegeben von
Max Krawiec

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