Ethische KI-Schulung: Wie Oxylabs die Zustimmung im Zeitalter der künstlichen Intelligenz neu definiert
Wenn Sie die pulsierende Technologielandschaft Litauens betreten, werden Sie wahrscheinlich auf Denas Grybauskas von Oxylabs. Als Chief Governance and Strategy Officer des Unternehmens schreckt er nicht vor schwierigen Themen zurück. Stattdessen führt er Gespräche über die ethischen Grenzen der künstlichen Intelligenz zu einer Zeit, in der sich nur wenige andere mit diesem Thema auseinandersetzen wollen.
Was Grybauskas antreibt, ist sein Engagement für einen verantwortungsvollen Fortschritt. Er ist der festen Überzeugung, dass Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz die Verantwortung nicht in den Hintergrund drängen dürfen. “Ethische Praktiken sind tief in unserer Arbeitsweise verwurzelt”, erklärt Grybauskas. “Ob wir sicherstellen, dass unsere Proxy-Netzwerke einen neuen ethischen Standard setzen, oder ob wir dafür sorgen, dass die KI-Trainingsdaten auf verantwortungsvolle Weise beschafft werden - unser Ansatz beruht immer auf Integrität.”
Seit seiner Gründung im Jahr 2015 hat sich Oxylabs einen Ruf für bahnbrechende Projekte erarbeitet. Das Unternehmen verfügt über eines der weltweit größten Proxy-Netzwerke mit ethischen Quellen, das 195 Länder erreicht und insgesamt mehr als 177 Millionen eindeutige IPs umfasst. Ihre neueste Errungenschaft geht noch einen Schritt weiter: Oxylabs hat den nach eigenen Angaben weltweit ersten YouTube-Datensatz für KI-Training vorgestellt, der vollständig auf der Zustimmung der Urheber beruht. Jeder Datensatz, von den Videos selbst bis hin zu den zugehörigen Transkripten und Metadaten, wird nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des jeweiligen Urhebers freigegeben. In Grybauskas’ Worten: “Wir sammeln nicht nur Daten. Wir bauen Brücken zwischen den Urhebern von Inhalten und denjenigen, die Innovationen vorantreiben, wobei der gegenseitige Respekt im Mittelpunkt steht.”
Er ist überzeugt, dass diese Idee der zustimmungsgesteuerten Daten viel weiter gehen kann. Grybauskas stellt sich eine Zukunft vor, in der alles - von Musik über Literatur bis hin zu digitaler Kunst - systematisch, einfach und fair für die Nutzung in der KI lizenziert wird. Damit wird ein Ökosystem geschaffen, in dem alle davon profitieren und in dem eine Vergrößerung keine Kompromisse bei den Prinzipien bedeutet.
Dies zum Leben zu erwecken, ist jedoch ein ständiger Balanceakt. Die Abwägung zwischen dem, was für die Urheber fair ist, und der Geschwindigkeit, mit der sich die KI entwickeln kann, ist kein einfacher Weg. Grybauskas verweist auf aktuelle Debatten, insbesondere in Großbritannien, die zeigen, warum es wichtig ist, die Rechte der Urheber zu schützen. “Ja, Innovation ist wichtig”, sagt er, “aber nicht auf Kosten der Urheber. Sie verdienen es, sich sicher zu fühlen und nicht ausgenutzt zu werden. Die Regulierung muss Schritt halten und dieses Gleichgewicht schützen”.”
Eine Kritik, die er oft hört, ist, dass die Suche nach Zustimmung den Fortschritt verlangsamen könnte. Grybauskas ist da ganz anderer Meinung. “Für uns gibt es keine Entweder-Oder-Situation zwischen Innovation und Ethik. Wir haben bewiesen, dass es möglich ist, eine intelligente, skalierbare Infrastruktur zu haben, die das Einverständnis einfach macht und keine Hürde darstellt. Unsere Datensätze sind ein Beispiel dafür, dass robuste Technologie beide Seiten unterstützen kann.”
Die Überschreitung von Grenzen bringt natürlich auch technische Probleme mit sich. Die Strukturierung großer Mengen unterschiedlichster Daten in brauchbare Teile war für Oxylabs nicht einfach, gibt Grybauskas zu. Aber mit jahrelanger Erfahrung und einem soliden Grundgerüst an technischem Know-how ist es dem Team gelungen, es zu schaffen.
Für Grybauskas geht es bei dem ethischen Ansatz nicht nur darum, das Richtige zu tun, sondern auch darum, den Flickenteppich an KI-Vorschriften in verschiedenen Ländern einheitlicher zu gestalten. Durch die Vereinfachung der Einholung und Anerkennung von Einwilligungen könnte ein globaler Standard gesetzt werden, der ethische Best Practices zur Norm und nicht zum Ausreißer macht.
Ebenso leidenschaftlich ist er für die Notwendigkeit von Offenheit. Grybauskas glaubt, dass Transparenz darüber, wie KI trainiert wird, keine Schwachstelle ist - sie ist die Grundlage für die Wiederherstellung von Vertrauen, was wiederum den Weg für die langfristige Akzeptanz und den Erfolg von KI ebnet. Diese Überzeugung spiegelt sich in Initiativen wie der Ethical Web Data Collection Initiative von Oxylabs und dem Project 4β wider, die alle darauf abzielen, neue Spielregeln festzulegen und nicht nur zu befolgen.
Sein letzter Ratschlag für alle, die in den Bereich der KI einsteigen? Sehen Sie ethische Daten nicht als Hindernis an. Grybauskas ist sogar der festen Überzeugung, dass sie für diejenigen, die bereit sind, sich darauf einzulassen, schnell zu einem Wettbewerbsvorteil werden.
Einen tieferen Einblick, wie Oxylabs all dies in die Praxis umsetzt, einschließlich des vollständigen Interviews mit Denas Grybauskas, finden Sie im Originalartikel unter Unite.AI.