FUTURE PHASES" am MIT verbindet Orchester, Elektronik und Publikumsbeteiligung, um die Musikaufführung neu zu gestalten
Letzten Monat glänzte das MIT mit einer bahnbrechenden Präsentation von Musik und Technologie: “FUTURE PHASES” stand in der Thomas Tull Concert Hall im Rampenlicht. Diese Veranstaltung war nicht nur eine weitere musikalische Darbietung, sondern ein aufregender Blick in die Zukunft von Musik und Technologie, die nahtlos miteinander verwoben sind und vom MIT Music Technology and Computation Graduate Program präsentiert wurden. Das Publikum war begeistert und wollte diese innovative Mischung aus Musik, Technologie und interaktiven Darbietungen unbedingt erleben.
Das Besondere an “FUTURE PHASES”, das sich über verschiedene Disziplinen erstreckte, waren die Wurzeln der Zusammenarbeit. Die "Opera of the Future Group" des MIT Media Lab und das Bostoner Kammerorchester "A Far Cry" arbeiteten zusammen, um einen unvergesslichen Abend zu gestalten. Diese Feier war die erste von vielen Veranstaltungen, die das Graduiertenprogramm im brandneuen Edward and Joyce Linde Music Building des MIT ausrichten wird. Das Programm brachte eine dynamische Mischung von Werken zu Gehör. Von Streichorchestern, die mit elektronischen Komponenten verschmolzen wurden, über Uraufführungen von MIT-Komponisten bis hin zu Stücken, die im Rahmen einer internationalen Ausschreibung ausgewählt wurden - es war eine ansprechende Präsentation von Talenten aus der ganzen Welt.
Zwei Hauptwerke bildeten den Auftakt des Abends: die Weltpremiere von “EV6” von Evan Ziporyn, Kenan Sahin, Distinguished Professor am MIT, und Eran Egozy, Professor für Praxis, sowie die US-Premiere von “FLOW Symphony” von Tod Machover, Muriel R. Cooper, Professor für Musik und Medien am MIT Media Lab. Die Stücke boten ein neuartiges Erlebnis, da sie mit einem 18-köpfigen Streichorchester aufgeführt wurden, was bei Aufführungen mit elektronischen Elementen selten ist. Das Bostoner Ensemble A Far Cry hat diese Aufführungen mit Leidenschaft dargeboten und den gezeigten technischen Fähigkeiten eine verbindende, menschliche Note hinzugefügt.
Zusätzlich zu den am MIT entstandenen Kompositionen nahmen die Organisatoren des Programms drei Werke auf, die im Rahmen einer internationalen Ausschreibung ausgewählt wurden. Mit 46 Beiträgen stand der Jury eine vielfältige und abwechslungsreiche Palette einzigartiger klanglicher und stilistischer Ansätze zur Verfügung. Das 24-Lautsprecher-Surround-Sound-System des Konzertsaals trug maßgeblich zu einem eindringlichen und einzigartigen Klangerlebnis bei.
Der vielleicht fesselndste Moment des Abends war der Auftritt von “EV6”, der die Beteiligung des Publikums auf ein völlig neues Niveau hob. Ziporyn und Egozy nutzten die Möglichkeiten der Technologie und verwandelten die Smartphones der Zuschauer in Musikinstrumente. So hatten die Besucher das Gefühl, Teil eines Orchesters zu sein. Die Inspiration für den Titel - “EV6” - kam von Ziporyns Elektroauto, das er gerne mit dem Fahren eines iPhones verglich - schnittig, digital, aber unverkennbar ein Auto. Es war ein passender Vergleich für eine Komposition, die eine faszinierende Mischung aus Hightech und traditionellen musikalischen Elementen verkörpert.
Der Abend beschränkte sich nicht nur auf die Aufführungen. Im Anschluss an das Konzert konnten die Besucher sechs interaktive musiktechnische Demonstrationen erleben, die von MIT-Studenten entwickelt wurden und von einer spielerischen Musikschnittstelle bis zu einem System zur Analyse von Klavierdaten reichten. Ein faszinierendes Beispiel war Senegroove, eine Trommel-App, die auf senegalesischen Rhythmen basiert und für einen kommenden edX-Kurs entwickelt wurde.
Wenn Eran Egozy über “ZUKÜNFTIGE PHASEN” nachdenkt, sieht er das Potenzial für viele weitere Meilensteine in der Zukunft, insbesondere mit dem Linde-Musikgebäude, das ihnen nun zur Verfügung steht. Wenn das MIT seine Erforschung der Welt der Musiktechnologie fortsetzt, werden seine innovativen Bemühungen zwangsläufig zu neuen Ideen und Kooperationen führen. Indem es künftige Innovationen vorantreibt, möchte das MIT nicht nur die Bostoner Gemeinde, sondern auch Publikum und Künstler weit darüber hinaus inspirieren und den Weg für eine neue harmonische Beziehung zwischen Musik und Technologie ebnen.