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KI für Klimagerechtigkeit nutzen: Priya Dontis Mission zur Heilung des Planeten

Eine lebenslange Reise, angetrieben von früher Inspiration

Priya Donti betrachtete die Welt aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, als sie aufwuchs. Sie wuchs in Massachusetts auf, doch ihre häufigen Familienbesuche in Indien erweiterten ihren Blickwinkel und verdeutlichten die krassen Unterschiede zwischen ihrem Leben und dem vieler anderer Menschen auf der Welt. Dieser Kontrast weckte in Donti den tief sitzenden Wunsch, etwas zu bewirken - ein Wunsch, der sich während ihrer Highschool-Zeit noch verstärkte. Die faszinierenden Diskussionen ihres Biologielehrers über Klimawandel und Nachhaltigkeit erwiesen sich als wegweisend und weckten in Donti ein Gefühl der Zielstrebigkeit, als sie die weitreichenden Auswirkungen der globalen Umweltkrise auf bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten erkannte.

Das Zusammentreffen von Klima, Technologie und Politik

Zu Beginn ihrer akademischen Laufbahn wollte Donti Chemie oder Materialwissenschaften studieren und sich dabei speziell auf die Entwicklung von Solartechnologien konzentrieren. Während ihrer Zeit am Harvey Mudd College entdeckte sie jedoch ein intensives, neu entdecktes Interesse an der Informatik. Besonders fesselnd war eine Forschungsarbeit aus dem Vereinigten Königreich, die die bedeutende Rolle der künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens bei der Einbindung erneuerbarer Energien in die Stromnetze hervorhob. Die Verbindung ihrer Leidenschaften weckte in Donti eine Begeisterung, die sie auf einen einzigartigen akademischen Weg führte.

Um ihrer Leidenschaft nachzugehen, promovierte Donti an der Carnegie Mellon University und entwarf ein einzigartiges Programm, das Informatik und öffentliche Politik miteinander verbindet. Ihre überzeugende Forschung konzentrierte sich auf die Entwicklung von Algorithmen für maschinelles Lernen, die Stromnetze mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien verwalten können. Dabei zeigte sich ihre Entschlossenheit, nicht nur neue Technologien zu entwickeln, sondern auch sicherzustellen, dass diese den praktischen Bedürfnissen der Welt entsprechen, indem sie ihre Arbeit eng mit Energieexperten und Interessengruppen abstimmte.

Während ihres Studiums war Donti Mitbegründerin von Climate Change AI, einer gemeinnützigen Organisation. Das Ziel? Die Schaffung einer gemeinsamen Plattform zur Förderung von interdisziplinärem Wissen, Zusammenarbeit und Bildung, um die globalen Klimaherausforderungen mithilfe von KI zu bekämpfen. In Dontis Worten: “Im Klimabereich braucht man Experten für technische und sozialwissenschaftliche Werkzeuge, politische Entscheidungsträger und betroffene Nutzer - sie alle, um wirklich etwas zu bewirken.”

Pionierarbeit und Bestrebungen am MIT

Im Jahr 2023 trat Donti ihre Rolle als Silverman Family Career Development Professor in der Abteilung für Elektrotechnik und Informatik (EECS) am angesehenen MIT an und genießt eine Doppelberufung mit dem MIT Schwarzman College of Computing. Donti wurde außerdem Forschungsleiter am MIT-Labor für Informations- und Entscheidungssysteme (LIDS). Das Engagement des MIT für den Einsatz von Technologie zum Wohle der Gesellschaft hat Donti angelockt und er fühlte sich sofort zu Hause, da er die Bedeutung der Koordinierung von Technologie, Gesellschaft und Politik für die Maximierung langfristiger Auswirkungen unterstrich.

Dontis bahnbrechende Forschung am MIT konzentriert sich auf den Einsatz von Deep Learning zur Verbesserung der Vorhersage, Optimierung und Steuerung von Stromnetzen, die mit erneuerbaren Energien gespeist werden. Zu ihren bemerkenswerten Arbeiten gehört die Entwicklung eines neuen Algorithmus, der es Netzbetreibern ermöglicht, die Kosten zu optimieren und gleichzeitig die physikalischen Beschränkungen der Netze zu berücksichtigen. Beeindruckenderweise hat sich gezeigt, dass diese neue Erfindung bis zu zehnmal schneller und kostengünstiger arbeitet als bisherige Methoden, was in der Industrie auf großes Interesse stößt.

Neben ihren Innovationen im Netzbetrieb arbeitet Donti auch an der Erstellung alternativer synthetischer Datensätze und Benchmarks für das Training von KI-Modellen zur Optimierung von Stromnetzen. Diese synthetischen Daten sind komplex genug, um den Fortschritt zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten, um Bedenken hinsichtlich der Zugänglichkeit von realen Daten aufgrund von Eigentumsschutz auszuräumen.

Im Laufe ihrer Karriere haben Dontis bedeutende Beiträge weitreichende Anerkennung gefunden, darunter prestigeträchtige Auszeichnungen wie das U.S. Department of Energy Computational Science Graduate Fellowship und das NSF Graduate Research Fellowship. Außerdem wurde sie 2021 in die MIT Technology Review's “35 Innovators Under 35” und 2023 in die Vox's “Future Perfect 50” aufgenommen.

Mit Blick auf die Zukunft bereitet sich Donti eifrig darauf vor, im Frühjahr 2025 gemeinsam mit der EECS-Assistenzprofessorin Sara Beery und der Geowissenschaftsexpertin Abigail Bodner einen neuen Kurs mit dem Titel “AI for Climate Action” zu unterrichten. In diesem Kurs soll erforscht werden, wie KI zur Verbesserung der Biodiversität, der Ökosysteme und der Klimawissenschaft eingesetzt werden kann, und Donti zeigt sich begeistert von der Zusammenarbeit.

Am MIT hat Donti eine Gruppe von Wissenschaftlern gefunden, die ihr Engagement für eine wirkungsvolle Arbeit im Vergleich zu Erfolgsmaßstäben wie Veröffentlichungen und Zitationen teilen. Für Donti ist das Ziel weiter gefasst - sie will sicherstellen, dass ihre Arbeit einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft hat.

Was auf den düsteren Straßen und in den ländlichen Gegenden Indiens begann, hat sich nun zu einer umfassenden Karriere entwickelt, die sich auf die Nutzung von KI zur Gestaltung einer gerechten und nachhaltigen Zukunft konzentriert. Für Priya Donti geht die Reise weiter.

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