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Wie KI den olympischen Eiskunstlauf revolutioniert

Der Trubel rund um die Olympischen Spiele weckt oft Bilder von Sportlern, die in ihren jeweiligen Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen. Besonders das Eiskunstlaufen sticht hervor, da es Kunst und Sport miteinander verbindet. Bei jedem geschmeidigen Gleiten und jedem Sprung, der die Schwerkraft zu trotzen scheint, ist das Publikum von der bemerkenswerten Präzision der Eiskunstläufer fasziniert. Doch was verbirgt sich hinter diesem glanzvollen Spektakel? Nun, eine Menge intensiver physikalischer Überlegungen und datengestützter Trainingsanstrengungen.

Hier kommt Jerry Lu ins Spiel, ein stolzer MIT-Absolvent, der die Grenzen des Eiskunstlaufs erweitern möchte. Lu, der für sein innovatives Denken bekannt ist, hat ein fortschrittliches KI-Tool entwickelt, das den Namen OOFSkate um den Eiskunstläufern zu helfen, selbst die schwierigsten Sprünge wie den Vierfach-Axel oder den schwer fassbaren Fünffach-Sprung zu meistern.

Die Brillanz von OOFSkate und das Aufkommen von KI in der Leichtathletik

Dank seiner Zeit als Forscher an der MIT-Sportlabor, Lu hat mithilfe von optischem Tracking und künstlicher Intelligenz OOFSkate entwickelt. Dieses einzigartige System analysiert Videoaufnahmen der Sprünge eines Eisläufers und generiert detaillierte Messwerte, darunter Rotationsgeschwindigkeit und Sprunghöhe. Zudem bietet es personalisierte Verbesserungsvorschläge. Wie? Indem die Leistungsdaten eines Sportlers in umsetzbare Erkenntnisse von Spitzenskatern übersetzt werden – weit entfernt von der Analyse mit dem bloßen Auge. ’Das Ziel ist es, Skatern dabei zu helfen, Verbesserungspotenziale zu erkennen, die selbst für erfahrene Trainer möglicherweise nicht offensichtlich sind“, erklärt Lu.

Die Kunstfertigkeit, die wir auf dem Eis sehen, stellt oft die Komplexität des Sports in den Schatten. Glücklicherweise hat Lu es sich zur Aufgabe gemacht, diese verborgene Komplexität ans Licht zu bringen. In Zusammenarbeit mit NBC Sports für die Olympischen Winterspiele 2026 plant er, mithilfe von KI die technischen Elemente des Eiskunstlaufs zu analysieren. Seine Ziele gehen über die bloße Darstellung der Herausforderungen dieses Sports hinaus. Er möchte zudem das Punktesystem verständlicher machen und den Zuschauern die sportlichen Leistungen näherbringen. “Die Daten, die wir sammeln, helfen dabei, deutlich zu machen, wie anspruchsvoll dieser Sport tatsächlich ist”, erklärt er.

Die Rolle der KI bei der Beurteilung und darüber hinaus

Während sich die technische Seite des Eiskunstlaufs leicht anhand von Zahlen und Statistiken quantifizieren lässt, stellt der künstlerische Aspekt eine spannende Herausforderung dar. Professorin Anette “Peko” Hosoi, Mitbegründerin und wissenschaftliche Leiterin des MIT Sports Lab, sieht Potenzial darin, dass KI eine faire Bewertung der ästhetischen Elemente einer Darbietung ermöglichen könnte.

Unterstützt durch einen Zuschuss der MIT Human Insight Collaborative (MITHIC), Gemeinsam mit Professor Arthur Bahr und dem Doktoranden Eric Liu erforscht Hosoi, ob KI Schönheit wirklich “verstehen” kann. Der Eiskunstlauf bietet eine hervorragende Gelegenheit für eine solche Studie, da er subjektive Kritik mit konkreten numerischen Bewertungen verbindet.

Ein bemerkenswertes Merkmal von OOFSkate ist der beeindruckende Einsatz von Technologien zur Posenschätzung. Das System spielt seine Stärken besonders in Sportarten wie dem Eiskunstlauf aus, bei denen wichtige Messgrößen – Sprunghöhe, Drehung und Präzision der Landung – nicht stark von der Tiefenwahrnehmung abhängen. “Jerry hat eine der wenigen Sportarten gefunden, in denen Posenschätzer ihre Stärken voll ausspielen können”, kommentiert Hosoi.

Lu sieht in der künstlichen Intelligenz im Eiskunstlauf nicht nur eine Möglichkeit, die sportliche Leistung zu verbessern, sondern auch Einblicke in die menschliche Kognition und Urteilsfähigkeit zu gewinnen. Er merkt an, dass eine solche Arbeit über den Sport hinaus Auswirkungen auf Branchen haben könnte, in denen subjektive Bewertungen eine Rolle spielen, wie z. B. in der Kunstkritik und bei Einstellungsverfahren.

Der Weg zu Mailand-Cortina 2026

Die Vorfreude auf die bevorstehenden Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina wächst. Lu und Hosoi sind gespannt darauf, wie sich ihre Arbeit auf Sportler und Zuschauer gleichermaßen auswirken wird. Als wichtiger Bestandteil des datengestützten Storytellings von NBC im Rahmen der Olympia-Berichterstattung wird Lu den Zuschauern helfen, die Feinheiten und Herausforderungen jeder einzelnen Leistung besser zu verstehen.

Und die ultimative Herausforderung im Eiskunstlauf, der Fünffachsprung? Hosoi ist optimistisch. “Ein Fünffachsprung ist definitiv möglich. Vielleicht nicht bei diesen Olympischen Spielen, aber bald. Ein Sechsfachsprung? Das geht wahrscheinlich über die menschlichen Grenzen hinaus. Aber fünf? Das ist in greifbarer Nähe.”

Diese bahnbrechende Mischung aus KI-Tools wie OOFSkate und laufender Forschung im Bereich der ästhetischen Beurteilung deutet auf eine bahnbrechende Zukunft für den Eiskunstlauf und die Sportanalytik im Allgemeinen hin.

Lesen Sie den Originalartikel unter MIT-Nachrichten.

Max Krawiec

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Max Krawiec

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