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Innovation gemeinsam mit Gemeinschaften: Ila Kumars Weg im Bereich Technologiedesign

Bevor sie sich mit den Feinheiten der Technologieentwicklung befasst, stellt Ila Kumar zunächst eine grundlegende Frage: In welchem Kontext wird diese Technologie zum Einsatz kommen, und wer muss in ihre Konzeption einbezogen werden?

Der Schwerpunkt liegt auf gemeinschaftsorientierter Innovation

Für Kumar entsteht echte Innovation nicht dadurch, dass Fachleute in ihren eigenen Silos arbeiten. Sie ist eine überzeugte Verfechterin des kollaborativen Prozesses – insbesondere wenn diejenigen, die von den technologischen Fortschritten profitieren werden, bereits von Beginn an einbezogen werden. Ihre Arbeit mit der Gruppe „Lifelong Kindergarten“ verkörpert diese Philosophie. In diesem Projekt arbeitet sie gemeinsam mit jungen Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben – insbesondere mit denen, die mit dem Kinder- und Jugendhilfesystem in Berührung gekommen sind –, daran, neue Wege zu finden, wie Technologie zur Heilung, zur Schaffung von Verbindungen und zur Förderung der Selbstständigkeit beitragen kann.

Entwicklung wirkungsvoller Technologien

Kumar betont, dass die Entwicklung von Technologie eine Gemeinschaftsangelegenheit ist. Sie ist fest davon überzeugt, dass die Schaffung einer Technologie, die den Bedürfnissen, Hindernissen, Kulturen und Anliegen der Gemeinschaften gerecht wird, sowohl nachhaltig als auch wirkungsvoll ist. Nun, im letzten Jahr ihrer Promotion – einem Weg, den sie ursprünglich nicht geplant hatte –, folgt Kumar weiterhin ihrer Leitphilosophie. Ihre früheren Erfahrungen in Philadelphia, ihr Studium an der University of Pennsylvania und ihre Arbeit an der Schnittstelle zwischen Technologie und psychischer Gesundheit haben diese Philosophie maßgeblich geprägt. Bei der Arbeit an verschiedenen ’Tech-for-Good‘-Projekten fiel Kumar auf, dass es an langfristigen Ergebnissen mangelte. Anstatt Technologie abzulehnen, überdachte sie deren Entstehungsprozess.

Als sie begann, gemeinschaftsbasierte Methoden anzuwenden und das Wohlbefinden in einem breiteren Kontext zu betrachten, stellte Kumar fest, dass Technologie nicht nur das Potenzial hat, die psychische Gesundheit und Entwicklung junger Menschen zu beeinträchtigen, sondern auch ein Werkzeug für Wachstum sein kann. Wenn sie richtig konzipiert und in bestehende Betreuungssysteme integriert wird, kann Technologie die emotionale Verarbeitung und den Aufbau von Beziehungen fördern und eine gesunde Verletzlichkeit ermöglichen. Kumars aktuelle Arbeit untersucht diese Möglichkeiten und entwickelt innovative Projekte, die die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft fördern.

Ein solches Projekt, das in Zusammenarbeit mit „Stepping Forward LA“ durchgeführt wird, nutzt eine App, die von und für junge Menschen entwickelt wurde. Dieses visuelle Collagen-System ersetzt textlastige Kommunikation und hilft traumatisierten Menschen dabei, ihre Gefühle auszudrücken und Beziehungen aufzubauen. Eine weitere laufende Zusammenarbeit mit dem Justice Resource Institute umfasst die Entwicklung einer mobilen App, bei der Jugendliche und Fachkräfte gemeinsam ein Tool entwickeln, das Teenager bei der Behandlungsplanung und der Zielsetzung stärkt.

Über die Grenzen des Labors hinaus

Für Kumar ist der Prozess der Entwicklung von Hilfsmitteln und Technologien keine einseitige Interaktion. Sie setzt auf einen stärker kooperativen Ansatz, der die Menschen einbezieht, die dabei am wichtigsten sind – die Betreuer. Dies wurde in einem „Technology Leadership Circle“ besonders deutlich, den sie gemeinsam mit Foster America moderierte und bei dem Technologieexperten mit Personen zusammenkamen, die Erfahrungen mit der Pflegeunterbringung haben. Ziel dieses Programms war es, zu erörtern, wie digitale Technologien genutzt werden können, um Mängel bei der Betreuung junger Menschen im Kinder- und Jugendhilfesystem zu beheben.

Diese Zusammenarbeit unterstrich, wie wichtig es ist, Instrumente zu entwickeln, die den spezifischen Bedürfnissen von Jugendlichen gerecht werden, und hob hervor, dass bei der Entwicklung von Innovationen soziale Dienste berücksichtigt werden müssen. Auf einer anderen Ebene hat Kumars Neugierde sie dazu veranlasst, sich mit künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen. Sie stellte fest, dass von Traumata betroffene junge Menschen KI bereits für wichtige Entscheidungen nutzten, oft ohne das Wissen ihrer Betreuer. Diese Erkenntnis veranlasste sie zu einer engeren Zusammenarbeit mit Betreuern und führte dazu, dass sie Schulungsworkshops für Organisationen durchführte, die sich um von Traumata betroffene junge Menschen kümmern.

Außerhalb der Forschung widmet sich Kumar gerne der Vogelbeobachtung, dem gemeinsamen Kochen mit Freunden und der Erstellung grafischer Illustrationen. Diese Aktivitäten, die Geduld, Beobachtungsgabe und Achtsamkeit erfordern, spiegeln ihre Herangehensweise an die Forschung wider. Da wir Technologie immer stärker in unser Leben integrieren, sieht Kumar zukünftige Innovationen, die über das Labor hinausreichen und in die Gemeinschaften vordringen, denen diese Technologien dienen sollen. Ihre Aussage: “Die Zukunft wirklich wirkungsvoller Technologien liegt darin, dass Forscher Entscheidungen gemeinsam mit den Gemeinschaften treffen, anstatt für sie zu entscheiden”, fasst diese Überzeugung zusammen.

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Max Krawiec

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Herausgegeben von
Max Krawiec

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