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Metas V-JEPA 2 ermöglicht es Robotern, im Unbekannten zu navigieren und es zu manipulieren

Roboter, die für sich selbst denken: Treffen Sie V-JEPA 2

Stellen Sie sich einen Roboter vor, der durch Ihr Haus, ein belebtes Lagerhaus oder sogar einen Katastrophenort spaziert. Er stößt auf ein Objekt, das er noch nie zuvor gesehen hat - ein Spielzeug, ein Küchengerät oder ein Trümmerstück. Anstatt zu erstarren, überlegt sich der Roboter, was er als Nächstes tun soll: Er hebt das Objekt auf, legt es an einem sicheren Ort ab oder navigiert mit bemerkenswerter Sicherheit um es herum. Das ist das Versprechen, das hinter dem neu angekündigten V-JEPA 2 von Meta steckt.

Bisher brauchten die meisten Roboter Unmengen von beschrifteten Daten und eine sehr spezifische Codierung, um fast jede neue Aufgabe zu bewältigen. Wenn man wollte, dass ein Roboter Kaffee einschenkt oder Pakete sortiert, musste man die einzelnen Schritte bis ins kleinste Detail vorgeben, und jede Veränderung der Umgebung konnte ihn wieder auf den Nullpunkt zurückwerfen. V-JEPA 2 stellt diesen Ansatz völlig auf den Kopf. Anstatt sich auf handgefertigte Regeln zu verlassen, greift er auf ein internes “Weltmodell” zurück - im Grunde ein digitales Bauchgefühl, das auf Erfahrung beruht. Dieses Modell gibt Robotern die Möglichkeit, Interaktionen mental zu “proben”, bevor sie stattfinden, so dass ein Roboter neue Situationen spontan einschätzen kann, so wie ein Kind ungefähr weiß, wie sich ein Hüpfball oder eine Tasse verhält.

Wie wird es so schlau? V-JEPA 2 lernte, indem es über eine Million Stunden Videomaterial und mehr als eine Million Bilder von realen Umgebungen in sich aufnahm. Er beobachtete, absorbierte und - vor allem - entdeckte Muster und Beziehungen, ohne dass ihm jemand Schritt für Schritt etwas erklärte. Mit nur 62 Stunden Filmmaterial von echten Robotern in Aktion hat es dann seine Instinkte verfeinert, indem es das Gesehene mit der Robotersteuerung verknüpfte. Das Ergebnis ist eine KI, die nicht nur die Welt sieht, sondern auch lernt, wie die Welt funktioniert, sei es beim Aufheben eines Löffels oder beim Ausweichen vor einem Hindernis.

Bei diesem Technologiesprung geht es nicht nur um Bequemlichkeit, sondern um einen Wandel. Mit V-JEPA 2 betriebene Roboter können sich an unvorhersehbare Umstände anpassen: Sie helfen bei der Hausarbeit, beim Sortieren von Waren in einer Fabrik oder bei der Suche nach Überlebenden in den Trümmern einer Katastrophe. Die Zeiten, in denen man für jede neue Aufgabe umlernen oder neu programmieren musste, könnten bald der Vergangenheit angehören.

Für alle, die von Sci-Fi-Robotern träumen, die fast selbstständig denken und handeln können, ist V-JEPA 2 ein großer Schritt nach vorn. Wenn diese KI-Modelle immer ausgereifter werden, werden wir Maschinen sehen, die die Welt um sie herum nicht nur interpretieren, sondern auch mit echter Autonomie darauf reagieren. Die Grenzen der Robotik sind soeben ein ganzes Stück heller geworden.

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Max Krawiec

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Max Krawiec

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