Neue Grenzen überwinden: Strahinja Janjusevics Reise in die maritime Cybersicherheit
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wohin Sie ein akademischer Werdegang möglicherweise führen könnte? Für Strahinja (Strajo) Janjusevic, einen jungen Wissenschaftler aus dem kleinen Balkanstaat Montenegro, führte diese Reise von seiner Heimat zur U.S. Naval Academy in Annapolis, Maryland, wo er durch sein Studium der Cyberoperationen und Informatik den Grundstein für seine akademische und berufliche Laufbahn legte. Nun beschreitet er einen weiteren spannenden akademischen Weg und absolviert einen Masterstudiengang an der renommierten Das „Technology and Policy Program“ (TPP) des MIT innerhalb der MIT-Institut für Daten, Systeme und Gesellschaft (IDSS).
Über akademische Laufbahnen und Forschungsinteressen
Im Rahmen seiner fortlaufenden Bildungsreise widmet sich Janjusevic intensiv der Forschung zur Verbesserung der Cybersicherheit im maritimen Bereich. In Zusammenarbeit mit der MIT-Labor für Informations- und Entscheidungssysteme (LIDS) und die MIT-Maritimkonsortium, sein Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, künstliche Intelligenz zum Schutz kritischer maritimer Infrastruktur einzusetzen, die nur allzu oft Ziel von Cyberangriffen ist.
“Ich interessiere mich besonders dafür, wie KI im Bereich der Cybersicherheit eingesetzt werden kann, insbesondere im maritimen Bereich”, erklärt Janjusevic. “Die Tatsache, dass ich Montenegro an einigen der weltweit besten Bildungseinrichtungen vertreten durfte, hat mir zweifellos eine einzigartige Perspektive auf die Herausforderungen und Chancen im Bereich der Cybersicherheit eröffnet.”
Janjusevics akademische Reise in die USA begann, als er im Rahmen eines Programms ausgewählt wurde, das Studenten aus verbündeten Nationen den Besuch der U.S. Naval Academy ermöglichte. Nach seinem Abschluss mit zwei Abschlüssen sammelte er wertvolle Erfahrungen durch Kooperationen nicht nur mit dem US-Militär, sondern auch mit der National Security Agency. Im Rahmen seiner Laufbahn absolvierte er Praktika bei renommierten Organisationen wie Microsoft und der NASA, wo er Tools für die Reaktion auf Cloud-Vorfälle entwickelte und Solardaten visualisierte.
Risikominderung und weitere Vorhaben
Da Janjusevic erkannte, dass er sich eingehender mit den Feinheiten von KI und Cybersicherheit befassen musste, stellte er fest, dass das TPP-Programm perfekt zu seinen Brancheninteressen passte. Die Erweiterung seiner Kompetenzen in verschiedenen Forschungsbereichen war für ihn eine belebende Abwechslung zum Umfeld an der U.S. Naval Academy. “Meine Erfahrungen im TPP-Programm waren außergewöhnlich”, sagt er. “Wir sind eine kleine, eng verbundene Gruppe, die an vielfältigen, bedeutenden Problemen arbeitet.”
Janjusevics ehrgeizige Dissertation zielt darauf ab, maritime cyber-physische Systeme vor potenziellen Bedrohungen zu schützen, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf großen Schiffen älterer Bauart liegt, deren Netzwerkhacking zu einer Gefährdung der nationalen Sicherheit und zu wirtschaftlicher Instabilität führen könnte. Wie Saurabh Amin, Edmund-K.-Turner-Professor für Bauingenieurwesen, erläutert: “Strajo hat maßgeblich dazu beigetragen, unsere Arbeit im Bereich der Bedrohungsmodellierung und Angriffserkennung voranzubringen. Sein Ansatz verbindet physikbasierte Bewegungsbahnmodelle mit Deep Learning, um Bedrohungen zu identifizieren, die andernfalls nicht erkannt werden könnten.”
Ein tieferer Einblick in die Branche und Zukunftspläne
Janjusevics Forschung beschränkt sich nicht nur auf den akademischen Bereich, sondern wird auch durch seine Praxiserfahrung bereichert, insbesondere durch sein Praktikum bei Vectra AI, einem auf KI-basierte Cybersicherheit spezialisierten Unternehmen. Dort untersuchte er die potenziellen Bedrohungen, die sich aus der sich weiterentwickelnden Technologie ergeben, und ebnete damit den Weg für die Entwicklung von Modellen zur Erkennung von Anomalien im Rahmen seiner Forschung.
Janjusevic, der sich dafür einsetzt, die Kluft zwischen Europa und den USA bei der Bewältigung von Herausforderungen in den Bereichen KI, Cybersicherheit und nationale Sicherheit zu überbrücken, engagiert sich weiterhin aktiv für die Cybersicherheitsbemühungen des Maritime Consortium. Sein politikorientierter Ansatz zur Bewältigung von Cybersicherheitsproblemen brachte ihm die Bewunderung von Fotini Christia, der Ford International Professorin für Sozialwissenschaften, ein.
“Meiner Erfahrung nach sind politische Rahmenbedingungen ein wesentlicher Bestandteil der Cybersicherheit im Bereich der KI, da sich dieses Gebiet rasch weiterentwickelt und die Folgen von Hackerangriffen schwerwiegend sein können”, betont Janjusevic. Letztendlich bleibt sein oberstes Ziel unverändert: Er will in diesem sich rasch entwickelnden Bereich Fortschritte vorantreiben und gleichzeitig die transatlantische Zusammenarbeit und Innovation fördern.
Erfahren Sie mehr über Strahinja Janjusevics beeindruckendes Werk unter MIT-Nachrichten.