In einem ehrgeizigen Schritt, der die Grenze zwischen Zukunftstechnologie und Science-Fiction verschwimmen lässt, hat SpaceX der Federal Communications Commission (FCC) einen kühnen Plan vorgelegt. Das visionäre Unternehmen hat vorgeschlagen, bis zu eine Million Satelliten zu starten – für einen Zweck, der über die übliche Bereitstellung von Internetverbindungen hinausgeht. Stattdessen sollen sie als solarbetriebene Rechenzentren fungieren, die die Erde umkreisen und über fortschrittliche Laserverbindungen kommunizieren – eindeutig eine Steigerung gegenüber dem ohnehin schon bedeutenden Starlink-Projekt von SpaceX.
Im Wesentlichen geht es um den Aufbau einer weltraumgestützten, dezentralen Cloud-Infrastruktur. Jeder mikroskopisch kleine Satellit wäre ein eigenständiges Datenzentrum, das mit anderen zusammenarbeitet, um Daten mit minimaler Latenz zu verarbeiten und weiterzugeben. Dieses mit Sonnenenergie betriebene und durch Laserkommunikation unterstützte Netzwerk könnte die Abhängigkeit von irdischen Dateneinrichtungen massiv verringern.
Dieser Schritt ist zwar bahnbrechend, hat jedoch aufgrund des schieren Ausmaßes des Vorschlags – ein Antrag auf eine immense Anzahl von einer Million Satelliten – für einige Verwunderung gesorgt. Branchenkenner weisen schnell darauf hin, dass SpaceX dazu neigt, Vorschläge von enormem Umfang einzureichen, um den Rahmen für Diskussionen zu schaffen. Frühere Verhandlungen haben gezeigt, dass das Unternehmen die Anzahl der Satelliten nach behördlichen Debatten reduziert hat. Auch wenn es zweifelhaft ist, dass die FCC den aktuellen Vorschlag in vollem Umfang genehmigen wird, könnte bereits eine teilweise Genehmigung die Struktur der globalen Datendienste radikal verändern.
In seinem Antrag vergleicht SpaceX das geplante Projekt selbstbewusst mit einem “ersten Schritt auf dem Weg zu einer Zivilisation der Kardashev-II-Stufe”. Diese Skala misst den technologischen Fortschritt einer Zivilisation anhand ihrer Fähigkeit, die Energie ihres Sterns zu nutzen. Dieses Ziel mag so klingen, als stamme es direkt aus den Seiten eines Science-Fiction-Romans. Dennoch spiegelt er den langjährigen Ehrgeiz von SpaceX wider: die Menschheit zu einer interplanetaren oder sogar interstellaren Spezies zu machen.
Dieser bahnbrechende Vorschlag steht zweifelsohne vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Die behördliche Genehmigung, der Umgang mit Weltraummüll und die technische Machbarkeit der Aufrechterhaltung eines riesigen Netzes sind allesamt kritische Aspekte. Darüber hinaus haben Astronomen in der Vergangenheit Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen großer Satellitenkonstellationen auf die Sichtbarkeit am Nachthimmel und auf wissenschaftliche Untersuchungen geäußert. Während die FCC den Antrag prüft, wird die weltweite Technologie- und Raumfahrtgemeinde zweifellos den kühnen Schritt von SpaceX nicht nur in Richtung Raumfahrt, sondern auch in Richtung einer echten weltraumgestützten Internet- und Datenwirtschaft genau beobachten.
Wenn Sie mehr über diesen potenziellen Meilenstein der Technologie erfahren möchten, lesen Sie den vollständigen Bericht unter The Verge.
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