Die Familie Poitras startet ein Stipendienprogramm zur Förderung der psychiatrischen Forschung am MIT
Die bahnbrechende Stipendieninitiative der Familie Poitras
Patricia und James Poitras, Absolventen des Jahrgangs ’63 und leidenschaftliche Förderer des MIT, haben kürzlich ein revolutionäres Stipendienprogramm ins Leben gerufen. Das Hauptziel dieser Initiative ist es, die Forschung zu schweren psychischen Erkrankungen voranzutreiben und Doktoranden sowie Postdoktoranden dabei unverzichtbare Unterstützung zu bieten. Die Familie Poitras ist bekannt für ihr langjähriges Engagement, die Grenzen der psychiatrischen Forschung zu erweitern. Das neu gestartete Programm, das am Poitras-Zentrum für die Erforschung psychiatrischer Störungen am McGovern Institute for Brain Research des MIT plant die Einrichtung von 50 zweijährigen Stipendien, wobei über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich fünf Stipendien vergeben werden sollen.
Nachhaltiges philanthropisches Engagement und wirkungsvolle Initiativen
Die jüngste Spende der Familie Poitras in Höhe von $10 Millionen ist Teil ihres fortlaufenden philanthropischen Engagements, das darauf abzielt, die Kapazitäten des MIT zur Bewältigung schwerwiegender psychischer Erkrankungen wie Angstzustände, Depressionen, bipolare Störungen und Schizophrenie zu stärken. Bereits im Jahr 2007 hatten sie eine bedeutende Spende in Höhe von $20 Millionen geleistet, um das Poitras Center ins Leben zu rufen, wodurch die Zusammenarbeit zwischen klinischer Psychiatrie, grundlegender Neurowissenschaft und Molekularbiologie verstärkt wurde. Dieser Ansatz ebnete den Weg für bedeutende Durchbrüche beim Verständnis und bei der Behandlung psychiatrischer Störungen, indem er verschiedene wissenschaftliche Perspektiven einbezog.
Die aktuelle Spende der Familie Poitras ist bewusst darauf ausgerichtet, Nachwuchswissenschaftler zu unterstützen, die aufgrund unregelmäßiger Bundesmittel mit zunehmender Unsicherheit konfrontiert sind. Diese gezielte Unterstützung würdigt die Bedeutung der Förderung junger Forscher und wird immer wieder von Fachkollegen wie Robert Desimone, dem Direktor des McGovern-Instituts, gelobt, der die unerschütterliche Entschlossenheit der Familie Poitras würdigt, einen Beitrag zur bahnbrechenden Forschung im Bereich der psychischen Gesundheit zu leisten.
James Poitras, Vorsitzender des Kuratoriums des McGovern-Instituts, betont, wie wichtig es ist, sowohl die bahnbrechende Forschung als auch die engagierten Menschen zu unterstützen, die sie vorantreiben. Die jüngste Spende des Ehepaars hat dazu geführt, dass fünf vielversprechende Forscher als erste „Poitras Center Fellows“ und „Graduate Scholars“ ausgewählt wurden. Sie alle arbeiten an innovativen Konzepten und streben danach, die Hirnforschung voranzubringen:
- Amrita Lamba (Postdoc, Saxe-Labor) – Lamba arbeitet daran, mithilfe eines Wirtschaftsspiels für zwei Spieler zwischen generalisierter und sozialer Angst zu unterscheiden, was zu individuell abgestimmten Behandlungsansätzen führen könnte.
- Hoonwon Lee (Postdoktorand, Jasanoff-Labor) – Lees Forschung zielt darauf ab, zu entschlüsseln, wie Angstgedächtnisse entstehen und gespeichert werden. Dies könnte neue Ansatzpunkte für die Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung aufzeigen.
- Karen Pang (Doktorandin im Anikeeva-Labor) – Pang untersucht den Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn bei Angstzuständen und Depressionen und strebt die Entwicklung von Behandlungsmethoden an, die sowohl Verdauungsprobleme als auch psychische Gesundheitsprobleme berücksichtigen.
- Smriti Saini (Doktorand, Gabrieli-Labor) – Saini kombiniert bildgebende Verfahren des Gehirns mit computergestützten Methoden, um die kognitive Verhaltenstherapie individuell auf Menschen mit schwerer sozialer Angst abzustimmen.
- Linghua Zhang (Postdoktorand, Wang-Labor) – Zhang untersucht die stimmungsaufhellende Wirkung von Sport auf das Gehirn und hofft, aufklären zu können, wie körperliche Aktivität den Geist verändert.
Eine Investition in die zukünftige Hirnforschung
Die fortlaufenden Spenden der Familie Poitras für die Forschung im Bereich der psychischen Gesundheit am MIT haben inzwischen die beeindruckende Summe von $100 Millionen überschritten. Ihr unerschütterliches Engagement und ihre großzügige Unterstützung unterstreichen deutlich ihre zukunftsorientierte Vision zur Förderung der psychiatrischen Forschung. Patricia Poitras ist sich der tiefgreifenden Auswirkungen schwerer Hirnerkrankungen auf Patienten und deren Familien bewusst und äußert die Hoffnung, dass Investitionen in die nächste Generation talentierter Forscher letztendlich zu lebensverändernden Behandlungsmethoden führen werden.
Die nächste Bewerbungsrunde für die Stipendien des Poitras Center soll im Mai 2027 beginnen. Weitere Informationen über die Arbeit des Zentrums und das Bewerbungsverfahren finden Sie unter Originalnachrichtenartikel.