Steigerung der Effizienz von Rechenzentren: Ein Durchbruch bei der Leistung von Speichergeräten
Die Verbesserung der Effizienz von Rechenzentren, dem Rückgrat der digitalen Welt, in der wir leben, war schon immer eine gewaltige Herausforderung. Eine häufige Strategie besteht darin, zahlreiche Speichergeräte über ein Netzwerk zu bündeln, damit mehrere Anwendungen Ressourcen gemeinsam nutzen können. Doch trotz dieses intelligenten Ansatzes bleibt ein erheblicher Teil der Kapazität aufgrund der anhaltenden Leistungsschwankungen zwischen den verschiedenen Geräten oft ungenutzt.
Ein innovativer Durchbruch des MIT
Entschlossen, dieses Problem anzugehen, ist es einer Gruppe kluger Forscher vom MIT gelungen, ein innovatives System zu entwickeln, das nicht nur eine, sondern drei Hauptquellen von Schwankungen gleichzeitig angeht. Dieser Technologiesprung steigert die Leistung von Speichergeräten beträchtlich und übertrifft herkömmliche Methoden, die in der Regel jeweils nur eine Quelle angehen, bei weitem.
Der Kern dieses transformativen Systems ist eine zweistufige Architektur. Die Aufgabenzuweisung erfolgt durch einen zentralen Controller, während kleinere, unmittelbare Fragen der Datenumleitung im Falle eines problematischen Geräts von lokalen Controllern erledigt werden. Dieses Layout lässt sich leicht an Echtzeitänderungen der Arbeitslasten anpassen und erfordert keine spezielle Hardware. In praktischen Tests mit Aufgaben wie dem Training von KI-Modellen und der Bildkomprimierung hat dieses System die Leistung gegenüber herkömmlichen Ansätzen verdoppelt und die Effizienz des Rechenzentrums erheblich gesteigert.
Die treibende Kraft hinter dieser Forschung, Gohar Chaudhry, ein EECS-Diplomstudent und auch der Hauptautor eines Papier über diese faszinierende Technik, Er betonte, wie wichtig es ist, die Nutzung teurer und umweltintensiver Ressourcen zu maximieren. Sein Mantra ist klar: Holen Sie so viel Leistung wie möglich aus Ihren vorhandenen Geräten heraus, bevor Sie einen Ersatz in Betracht ziehen. “Mit unserer adaptiven Softwarelösung können Sie noch eine Menge Leistung aus Ihren vorhandenen Geräten herausholen, bevor Sie sie wegwerfen und neue kaufen müssen”, erklärte Chaudhry.
Das Forschungsteam, zu dem auch Ankit Bhardwaj, Zhenyuan Ruan und der Hauptautor Adam Belay gehören, ist eine konzertierte Aktion. Ihre bahnbrechende Arbeit soll auf dem renommierten USENIX Symposium on Networked Systems Design and Implementation vorgestellt werden.
Wie funktioniert es?
Solid-State-Laufwerke (SSDs) bilden die Grundlage für digitale Hochgeschwindigkeitsspeicher. Wenn Sie mehrere SSDs in einem Pool zusammenfassen, können Sie Anwendungen gemeinsam nutzen und so die Gesamteffizienz steigern. Aber es läuft nicht alles glatt. Verschiedene SSDs arbeiten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, und die langsameren können zu einem Engpass werden und die Gesamtleistung des Pools beeinträchtigen. Diese Leistungsschwankungen werden in erster Linie durch Unterschiede in der SSD-Hardware, die Art der laufenden Aufgaben und unvorhersehbare Garbage Collection-Prozesse verursacht.
Die Lösung der MIT-Forscher mit dem Namen Sandook (was auf Urdu so viel wie ’Box“ bedeutet) ist ein softwarebasiertes System, das all diese leistungshemmenden Faktoren auf einmal angeht. Durch globale und lokale Planungstaktiken optimiert Sandook die Aufgabenverteilung und reagiert schnell auf kritische Ereignisse. So werden beispielsweise Vorgänge von überlasteten Geräten weg verlagert und Lese-/Schreibinterferenzen minimiert. Sandook passt die Arbeitslast auch an die individuellen Eigenschaften und die Kapazität der einzelnen SSDs an.
Darüber hinaus verwaltet dieses intelligente System auch Schwankungen, die auf verschiedenen Zeitskalen auftreten, von unerwarteten Verzögerungen bei der Müllabfuhr bis hin zu verschleißbedingten Latenzzeiten über mehrere Monate hinweg. Tests mit einem Pool von zehn SSDs ergaben, dass Sandook den Durchsatz im Vergleich zu statischen Methoden um 12 bis 94 Prozent steigerte und gleichzeitig die Kapazitätsauslastung der SSDs um kolossale 23 Prozent verbesserte. Und all dies wurde ohne spezielle Hardware oder Updates erreicht.
Was steht für die Zukunft an?
Für die Zukunft haben sich die Forscher vorgenommen, neue Protokolle in die neuesten SSDs zu integrieren, um die Datenplatzierung besser zu steuern und die Vorhersagbarkeit von KI-Arbeitslasten zu nutzen, um den SSD-Betrieb weiter zu verbessern. Josh Fried, ein Software-Ingenieur bei Google, lobte die Arbeit: “Flash-Speicher ist eine leistungsstarke Technologie, die moderne Rechenzentrumsanwendungen unterstützt. Diese Arbeit bringt uns mit einer eleganten und praktischen Lösung, die sofort einsatzbereit ist, einen bedeutenden Schritt voran.”
Diese revolutionäre Forschung wurde durch die Finanzierung durch die National Science Foundation, die U.S. Defense Advanced Research Projects Agency und die Semiconductor Research Corporation ermöglicht.
Interessieren Sie sich für die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und suchen Sie nach deren Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen? Besuchen Sie implementi.ai um zu erfahren, wie KI Ihre Geschäftsabläufe revolutionieren kann.
Weitere Informationen über ihre Arbeit finden Sie in der Originalmeldung hier.