Warum Identität jetzt das Herzstück der KI-Sicherheit im Unternehmen ist
Künstliche Intelligenz ist nicht nur ein weiteres Schlagwort - sie verändert aktiv die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, und nirgendwo ist das offensichtlicher als in der Welt der Sicherheit. In dem Maße, in dem KI-Tools und -Agenten unabhängiger werden, öffnen sie auch neue Türen für Angreifer. Die alte Methode, ein Netzwerk mit Firewalls und VPNs abzusichern, wirkt allmählich geradezu veraltet. Stattdessen dreht sich jetzt jede Diskussion über Sicherheit um eine einzige Frage: Wer (oder was) hat Zugang, und wie streng wird dieser Zugang kontrolliert?
KI-gestützte Agenten haben bereits ihren Platz im Unternehmen gefunden. Sie befolgen nicht nur einfache Skripte, sondern treffen Entscheidungen und ergreifen Maßnahmen im Namen von Personen oder Systemen, wobei sie oft mit den sensibelsten Daten des Unternehmens arbeiten. Wenn ein bösartiger Akteur die Kontrolle über einen dieser Agenten erlangt, könnte er nicht nur ein Passwort erbeuten, sondern diese hochrangigen Anmeldeinformationen nutzen, um auf vertrauliche Informationen zuzugreifen oder den Betrieb in großem Umfang zu stören. Aus diesem Grund ist der Schutz der Identität, unabhängig davon, ob sie einer Person oder einer Maschine gehört, zur neuen Sicherheitsfrontlinie geworden.
Die Zeiten, in denen der "Perimeter" eines Unternehmens eine genau definierte Netzwerkgrenze war, sind lange vorbei. Da KI-Agenten jetzt mit Cloud-Plattformen, Tools von Drittanbietern, APIs und so ziemlich allem anderen verbunden sind, gibt es keine klare Grenze mehr, die es zu schützen gilt. Das Einzige, was diese weit verzweigten Systeme noch zusammenhält, ist die Identität. Ihr digitaler Fingerabdruck - worauf Sie zugreifen dürfen, wann, wie und warum - ist jetzt der Dreh- und Angelpunkt, der die Unternehmenssicherheit zusammenhält.
Es macht also Sinn, dass sich die Sicherheitswelt um das Konzept des "Zero Trust" schart. Stellen Sie sich einen Arbeitsplatz vor, an dem niemandem, weder Mensch noch KI, automatisch vertraut wird. Jede Anmeldung, jede Zugriffsanfrage und jede Aktion wird authentifiziert, autorisiert und protokolliert - immer und ohne Ausnahme. Wenn etwas schief geht, ist es auf diese Weise viel einfacher, den böswilligen Betreiber schnell zu erkennen und das Chaos zu begrenzen, das er verursachen kann.
Führende Unternehmen stimmen den Zugriff auf viel ausgefeiltere Weise ab: Sie erteilen Mitarbeitern, Systemen und KI-Agenten nur die Berechtigungen, die sie unbedingt benötigen (und kein bisschen mehr), fassen Identitäten plattformübergreifend zusammen und erlauben den Zugriff auf einer Just-in-time-Basis. Diese Tools verkleinern nicht nur die "Angriffsfläche" - sie ermöglichen es, in nahezu Echtzeit genau zu sehen, wie und wann Ihre KI-Systeme mit sensiblen Informationen in Berührung kommen.
In dem Maße, wie sich KI weiterentwickelt, muss sich auch unser Sicherheitsansatz weiterentwickeln. Das Identitätsmanagement wird schnell zur wichtigsten Kontrollstruktur für jedes KI-gestützte Unternehmen. Unternehmen, die diese Umstellung frühzeitig vornehmen - und zwar richtig -, werden weitaus besser vorbereitet sein, wenn die nächste Welle von Bedrohungen eintrifft. Eine detailliertere Aufschlüsselung dieses Wandels finden Sie in dem Originalartikel auf VentureBeat: Identität wird zur Steuerungsebene für KI-Sicherheit im Unternehmen.