Wie MIT-Unternehmer die KI-Revolution bewältigen
Das Martin Trust Center for MIT Entrepreneurship hat sich seit langem als Schmelztiegel für innovative Ideen etabliert und vermittelt Studenten wichtige Fähigkeiten für die Gründung von Unternehmen. In letzter Zeit hat sich das Rampenlicht jedoch auf einen mächtigen Akteur gerichtet, der in der Unternehmenslandschaft Wellen schlägt: künstliche Intelligenz.
Doch obwohl die Tech-Welt prognostiziert, dass KI den Aufbau von Start-ups völlig verändern wird, schlägt das Trust Center einen bodenständigeren Ansatz vor. Macauley Kenney, Entrepreneur in Residence des Zentrums, besteht darauf, dass die Grundlagen des Unternehmertums immer noch intakt sind. "In der Tat hat sich die Art und Weise, wie bestimmte Aufgaben erledigt werden, verändert, aber KI ist eher wie ein weiterer Schraubenschlüssel im Werkzeugkasten. Sie ersetzt aber keineswegs die Notwendigkeit, den eigenen Kundenstamm genau zu kennen oder die eigenen Ideen zu überprüfen", erklärt Kenney.
Einbindung und Nutzung von AI
Während des jüngsten Startup-Beschleunigungsprogramms von delta v wurde das Gleichgewicht zwischen KI-Nutzung und menschlichem Kontakt noch deutlicher. Während die Studenten KI-Tools ausgiebig nutzten, um die Programmierung zu beschleunigen, Präsentationen zu entwerfen, Branchen zu erkunden und potenzielle Ideen zu brainstormen, wurden die wichtigsten Entscheidungen nach der direkten Interaktion mit den Kunden getroffen.
Ein gutes Beispiel dafür ist Jetpack, eine generative KI-App, die in die Orbit-Plattform des Trust Centers integriert ist und die Nutzer durch die 24 Schritte des disziplinierten Unternehmertums auf der Grundlage des Buches von Geschäftsführer Bill Aulet führt. Kenney betont jedoch, dass KI zwar zu einer schnelleren Entwicklung beitragen kann, die Richtung jedoch allein vom Nutzer abhängt.
KI-Verständnis und -Annahme
Die Mitarbeiter des Delta v-Programms überlegen jedes Jahr, wie sich KI am besten in das Programm integrieren lässt. Ziel ist es, die Studierenden dabei zu unterstützen, die Stärken der Technologie zu nutzen und sich gleichzeitig ihrer Grenzen bewusst zu sein. In der Zwischenzeit nutzen Start-ups wie Mendhai Health KI und Telemedizin, um Frauen mit Beckenbodendysfunktion eine personalisierte Physiotherapie anzubieten, wobei sie die Notwendigkeit des Kundenverständnisses betonen und davor warnen, sich zu sehr auf KI zu verlassen.
Einige Delta-V-Teams, wie das Unternehmen Cognify des MBA-Kandidaten Murtaza Jameel, haben KI sogar in das Herzstück ihres Geschäftsbetriebs integriert. Jameel beschreibt sein Unternehmen als "KI-nativ" und erklärt, dass Cognify KI einsetzt, um das Nutzerverhalten auf Websites und in Apps zu simulieren und so den Teams hilft, digitale Erlebnisse zu verfeinern, ohne auf Produkttests im alten Stil zurückzugreifen.
KI und das menschliche Element
Neben dieser raschen Einführung von KI unterstreicht das Trust Center weiterhin die elementaren Grundsätze des Unternehmertums, insbesondere die Entdeckung des Kunden. Auch wenn KI den Prozess beschleunigen kann, kann sie den Kunden oder seine Bedürfnisse nicht identifizieren. Ben Soltoff, Entrepreneur in Residence, betont: "Das ist etwas, das man immer noch aus erster Hand lernen muss."
Und schließlich bereitet sich das Trust Center darauf vor, KI umfassend in seinen Lehrplan zu integrieren, da sich die Technologie weiter entwickelt. "Ich bin ans MIT gekommen, um ein Technologieunternehmen zu gründen", erinnert sich Jameel, "Delta v hat mir Zugang zu Netzwerken, Mentoren und Beratern verschafft - Personen, die diese Reise bereits hinter sich haben. Dieser Aspekt des Programms ist es, der es wirklich besonders macht."
Ausführlichere Informationen darüber, wie MIT-Unternehmer KI nutzen, finden Sie im Originalartikel unter MIT-Nachrichten.