KI-Führungskräfte von GM, Zoom und IBM wägen die Vor- und Nachteile von offenen und geschlossenen Modellen ab
Was große Unternehmen über offene vs. geschlossene KI sagen
Auf dem kürzlich stattgefundenen VB Transform 2025-Gipfel trafen sich führende Köpfe von General Motors, Zoom und IBM, um eine Frage zu erörtern, vor der fast jedes große Unternehmen steht: Sollte man Open-Source-KI-Modelle verwenden, die man optimieren und einsehen kann, oder sollte man bei proprietären Lösungen bleiben oder eine Mischung aus beidem finden?
Für General Motors ist die Antwort oft eine Frage der Sicherheit und der Einhaltung von Branchenvorschriften. Das Unternehmen entwickelt Technologien, die in Autos einwandfrei funktionieren müssen, daher ist die Kontrolle des Verhaltens der KI nicht verhandelbar. Bei GM geht es vor allem darum, die Vorschriften einzuhalten und das Risiko gering zu halten - ein Spiegelbild der Realitäten in der Automobilbranche.
Zoom nimmt eine andere Haltung ein. Der Schwerpunkt liegt auf Geschwindigkeit und Flexibilität, zumal sich die Plattform an eine sich schnell verändernde Kommunikationslandschaft anpassen muss. Offene Modelle - solche, die angepasst oder in die Zoom-eigenen Tools integriert werden können - passen hier gut und bieten den Innovationsschub, den Zoom braucht. Es geht nicht nur darum, die neueste KI zu wählen, um zu prahlen, sondern herauszufinden, was wirklich zu den Benutzern passt.
IBM, das seine Wurzeln in regulierten Sektoren wie dem Finanz- und Gesundheitswesen hat, setzt auf Governance und Vertrauen. Hier haben geschlossene Modelle eindeutige Vorteile: mehr Kontrolle, strengere Datenverarbeitung und oft eine Reihe vorhersehbarer Verhaltensweisen. Das IBM Team lehnt offene Modelle jedoch nicht gänzlich ab. Es erkennt an, dass offene Systeme Transparenz bieten und externen Entwicklern ermöglichen, Innovationen in einem Tempo voranzutreiben, mit dem geschlossene Systeme nur schwer mithalten können. Diese Art von Offenheit ist wichtig, vor allem wenn es darum geht, Vertrauen aufzubauen oder schnell voranzukommen.
Es gibt keine allgemeingültige Antwort
Alle drei Unternehmen waren sich einig: Es gibt keine einzig richtige Antwort. Die Wahl hängt von Ihren Kunden, Ihren Datenschutzbedürfnissen und den Besonderheiten dessen ab, was Sie entwickeln. Manchmal ist ein geschlossener, abgeschotteter Ansatz sicherer; in anderen Fällen kann die Möglichkeit, mit einer Entwickler-Community zusammenzuarbeiten - oder den Kern Ihrer KI anzupassen - Ihnen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Tatsächlich entwickeln viele Unternehmen heute “hybride” Systeme, die offene und geschlossene Elemente kombinieren, um das Beste aus beiden Welten zu erhalten.
Was kommt als Nächstes?
Eine wichtige Erkenntnis des Panels ist, dass KI im Unternehmen das Stadium des Hypes weit hinter sich gelassen hat. Die Unternehmen führen jetzt echte, produktionsreife Systeme ein - von hochspezialisierten kleinen Modellen bis hin zu umfassenden, agentenbasierten Systemen, die Entscheidungen treffen und Aufgaben autonom ausführen können. So wie sich die geschäftlichen Anforderungen ändern, werden sich auch die KI-Strategien der Unternehmen ändern. Das Leitprinzip? Bleiben Sie beweglich, behalten Sie die tatsächlichen Geschäftsziele im Auge und passen Sie Ihre Tools an Ihre Bedürfnisse an - denn was heute funktioniert, kann sich morgen ändern, wenn sich die Technologie weiterentwickelt.
Lesen Sie den vollständigen Artikel und erfahren Sie noch mehr über das VB Transform 2025 Panel auf VentureBeat: https://venturebeat.com/ai/open-vs-closed-models-ai-leaders-from-gm-zoom-and-ibm-weigh-trade-offs-for-enterprise-use/